Portfolio – Gygax-Areal

Durch Verdichtung entsteht Mehrwert. Dieses Video legt dar, weshalb die Innenentwicklung zunehmend wichtiger wird und welche Vorteile sie bringt. Anhand des Gygax-Areals wird auf die Schlüsselaspekte Wohnen, Arbeiten und Erholung eingegangen.

Wir erstellten zwei Videos, eines das allgemein die Mehrwerte von moderner Raumplanung zeigt und eines das den Landumlegungsprozess rund um die Verwirklichung des Gygax-Areals zeigt.

PROZESS

Nachhaltige Raum- und Siedlungsentwicklung sexy darstellen? Gar nicht so einfach.

Vor der ersten Visua-Blockwoche führten wir ein Erstgespräch mit den Auftraggebern (Espace Suisse) in Bern. Remy und David empfingen uns herzlich und zeigten sich beim ersten Briefing unkompliziert. Nachdem sie den Verband vorgestellt hatten, besprachen wir den eigentlichen Auftrag. Schnell wurde uns klar, dass sie keine konkreten Vorstellungen beziehungsweise Vorgaben hatten und uns sozusagen freie Hand liessen.

Erste Blockwoche (15. – 19. Oktober 2018)

Nach einigem Brainstormen entschieden wir uns, zwei kurze Animations-Videos zu produzieren. In einem sollte die Landumlegung des Gygax-Areals, im anderen die Vorteile des Bauprojekts in Biel visuell dargestellt werden. Schnell war klar, dass wir Drohnenaufnahmen mindestens in einer Animation einbinden wollten.

Während die einen Moodboards zeichneten, begannen die anderen den Off-Text zu schreiben, was sich als gar nicht so einfach entpuppte. Als wir den ersten Entwurf dem Auftraggeber schickten, rief er an er uns an und machte uns gleich auf mehrere «Fehler» aufmerksam. Als Laien war uns zum Beispiel nicht bewusst, dass eine Begegnungszone im Raumplan-Jargon nur mit Verkehr in Verbindung gebracht wird. Rückblickend hätten wir uns gewünscht, dass uns die Verbesserungsvorschläge schriftlich geschickt worden wären.

Moodboard mit einem Drohnenshot vom Gygax-Areal
Moodboard zum Animationsvideo über den Mehrwert

Als wir beim Coaching die Storyboards im Plenum präsentierten, wurde uns empfohlen, nicht jedes mal wieder neu auf jedes einzelne Objekt (Häuser, Schüssinsel, Omega-Areal) zu zoomen, sondern sie bündig nacheinander zu zeigen. Zudem hatte ein Dozent die Idee, eine oder mehrere Figuren einzubauen, um die Animation storytellingmässig etwas aufzupeppen, was uns durchaus einleuchtete. Damit das zweite Video nicht allzu trocken werden würde, sollten wir die Karte etwas verspielt animieren zum Beispiel à la «Kunst aufräumen» von Ursus Wehrli.

Storyboard_Landumlegung_Teil1
Storyboard zum Landumlegungsvideo
Storyboard zum Mehrwert Video
Storyboard zum Video, das den Mehrwert des Gygax-Areals zeigt

Mitte November fuhren wir nach Biel, um die Drohnen-Aufnahmen zu machen. Dazu war keine Bewilligung nötig, was viel Aufwand vermied. Obwohl das Wetter nicht blendend war, klappte der Dreh ohne grössere Schwierigkeiten und wir filmten das Areal aus allen möglichen Winkeln.

Gruppe A, vier Mädels fliegen eine Drohne
Viki, Meret, Lorena, Stefania in Biel beim „Dröhnele“

Zweite Blockwoche (3. – 7. Dezember 2018)

Anfangs der zweiten Block-Woche mussten wir erst ein bisschen motivieren, da uns bewusst wurde, wie viel Arbeit auf uns zukommen würde.

Viktoria sprach den Text für eines der Videos ein und Stefania korrigierte die Off-Texte des anderen Videos anhand der Rückmeldung des Arbeitgebers. Nachmittags fand das erste Coaching statt, bei welchem uns bewusst wurde, dass bei einem der Videos noch der rote Faden fehlte.

Meret und Viktoria entwickelten daraufhin ein neues Storyboard. Stefania animierte in «After Effects» jedes einzelne Viereckchen, um den “Kunst aufräumen”-Effekt zu erzeugen.

Einstieg à la Kunst aufräumen
Einstieg à la Kunst aufräumen

Mit etwas mehr Motivation machten wir uns am Dienstag weiter an die Arbeit. Während Viktoria Grafiken entwickelte, machte Stefania an der Animation weiter und Meret entwickelte einen Charakter namens Paul. Zudem passten wir die Grundfarben der Animation an die Drohnenbilder an. Der zweite Tag war also definitiv produktiver als der erste. Am Mittwoch machten wir weiter, wo wir aufgehört hatten (logisch!) und Stefania konnte ihre Animation bereits präsentieren. Die Dozenten fanden es gut.  Viktoria sprach währenddessen das Voice-over des zweiten Videos ein. Dann teilten wir uns die verschiedenen Szenen auf und animierten so individuell das zweite Video weiter. Den Figuren wurde mit Hilfe des «Puppet Tools» Leben eingehaucht. Es war relativ tricky, sie so zu animieren, dass sie sich möglichst natürlich bewegten.

Charaktere die animiert werden
Paul und Emma

Am Freitagnachmittag präsentierten wir den Zwischenstand unseres Projektes. Da wir keine richtige Präsentation vorbereitet hatten, zeigten wir die Animationen teils  direkt aus «After Effects» heraus und erzählten aus dem Stegreif. Logischerweise wurde dies dann im Feedback bemängelt. Trotzdem waren die Reaktionen, rein aufs Projekt bezogen, durchaus positiv und uns wurden noch ein paar Tipps gegeben. Danach setzten wir uns selbst ein paar Deadlines, damit die einzelnen Teile zusammengesetzt und danach die finale Animation vertont werden konnte.

Fazit/Learnings:

Im Grossen und Ganzen sind wir mit dem Resultat zufrieden. Klar, workflowmässig hätte es sicherlich noch Luft nach oben gegeben, zum Beispiel hätten wir vor der zweiten Blockwoche noch etwas mehr Vorarbeit leisten können. Jedenfalls finden wir, dass sich die Animationen sehen lassen. Die Kommunikation mit dem Auftraggeber war gut und speditiv, trotzdem mussten wir uns an das fachmännische Vokabular gewöhnen.

PROJEKTGygax-Areal
KATEGORIEFilm, Animation
JAHR2018
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